Karlsruher Männerquartett

Barbershop Sixpack


Kritiken




Sehr zurückhaltend und gentlemanlike in ihren Bewegungen agierten die Vier, doch gerade die sparsame, aber pointiert gesetzte Gestik, auf den Punkt gebracht mit einer unnachahmlichen Mimik, rundete die hervorragende Intonation ihrer Lieder perfekt ab und sorgten nicht wenige Male für spontane Wellen der Heiterkeit.

Schwäbische Zeitung


Die Brüder Johannes (...) und Georg Peter, Andreas Haas und Daniel Chroust liefern neben dem kurzweiligen Entertainment rund um ihre Lieder eine schier perfekte Intonation bester Güte ab und brillieren durch ihre stimmliche Qualität (...).

Oberbadisches Volksblatt


Dabei ist es nicht die Musik allein, die den "Barbershops" ihren Erfolg sichert: Humoreske Einlagen und eine grandiose Mimik verhelfen den Titeln zum Sprung von der Bühne direkt in die Herzen der Zuhörer.

Schwetzinger Zeitung


Ihr homogener und zurückhaltender, geschmeidiger Gesang zeichnet sich durch große Reinheit, rhythmische Präzision, deutlichste Aussprache und Gestaltungsfreudigkeit aus.

Badische Neueste Nachrichten



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Badische Neueste Nachrichten vom 15. März 2006

Ein köstlicher Abend

"Barbershop Sixpack" begeisterte in der Ettlinger "Scheune"

"Tirili Tirila, Tirili Tirila" - sie trällern und jauchzen, flöten in den höchsten Tönen, denn: "So ein Kuss kommt von allein, nur verliebt braucht man zu sein." Sie rollen verzückt mit den Augen, schwärmen vierstimmig "ob man arm ist oder reich" und die rosarote Brille könnte kaum größer sein. Und plagt den Liebenden dann doch einmal die Unsicherheit, geht's gemeinsam auf die Wiese: "Sie liebt mich, sie liebt mich nicht", das Gänseblümchenorakel muss herhalten.

"Dubdubdub, wawawa" - die vier A-cappella-Sänger haben sich einfach auf die kleine Bühne in der Ettlinger Scheune gestellt und losgesungen: ohne Umstände und Wichtigtuerei, aber natürlich in Frack und weißer Fliege. Ganz unprätentiös und zurückhaltend, wie es sich für Gentlemen gehört, verzauberte das Karlsruher Männerquartett "Barbershop Sixpack" allein durch meisterhaftes Können. Schon nach den ersten Trillern, ihren verhalten schmachtenden Blicken und sacht sehnsuchtsvollen Tönen war das Publikum den lustvollen Sangeskünsten verfallen. Aber es waren nicht nur melodische Präzision, die flinken Zungen und reinen Stimmen von Countertenor (Johannes Peter), Tenor (Andreas Haas), Bariton (Daniel Chroust), Bass (Georg Peter), die in abwechslungsreichen Arrangements die Zuhörer begeisterten. Auch das sparsam ironische Mienenspiel und die vielsagend reservierte Gestik, pointiert und humoristisch eingesetzt, ließen die Lieder lebendig werden.

"Da Dangadang, Düdü Badam" - humorvoll und wortwitzig schmettern sie Lieder der Comedian Harmonists, wie "Mein Onkel Bumba aus Kalumba tanzt nur Rumba", schauen in die "Bar zum Krokodil" oder wiegen Bacchus und Amor in Franz Schuberts "Wein und Liebe" gegeneinander auf. Sie seufzen über den leeren Weinkeller, besingen sarkastisch die zwei Martinsgänse, die im Leben nicht zueinander finden konnten, aber Seite an Seite auf dem Festtagstisch landen. Sie haben alles drauf: Ohrwürmer wie "Veronika" und den "kleinen, grünen Kaktus", Spitzzüngiges und romantische Barbershop-Songs. Dazwischen schallen brillante Trompetensoli, klingt die Balalaika, Hähne krähen und Gänse quaken. Ein köstlicher Abend.


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Schwäbische Zeitung vom 17. Januar 2006

Publikum genießt A-cappella-Quartett

SIGMARINGEN - Zur Neujahrsmatinee hat die Sigmaringer Gesellschaft für Kunst und Kultur geladen und dabei ihrem Ruf, immer etwas Besonderes zu bieten, alle Ehre gemacht. Mit dem Karlsruher Männerquartett "Barbershop Sixpack" hat die Gesellschaft den Geschmack des Publikums getroffen.

Das A-cappella-Ensemble begeisterte mit einem Repertoire, dessen Bandbreite von Liedern der legendären Comedian Harmonists über Schlager-evergreens bis hin zu den amerikanischen Barbershops-Songs reichten. Nicht nur, dass sie mit ihren Interpretationen das Lebensgefühl vergangener Jahrzehnte herauf beschworen, gerade die Art der Wiedergabe manch unvergesslichen Stücks begeisterte das Publikum.

Traditionell in Frack und Vatermörder standen die vier Herren vor den zahlreich erschienenen Gästen. Sehr zurückhaltend und gentlemanlike in ihren Bewegungen agierten die Vier, doch gerade die sparsame, aber pointiert gesetzte Gestik, auf den Punkt gebracht mit einer unnachahmlichen Mimik, rundete die hervorragende Intonation ihrer Lieder perfekt ab und sorgten nicht wenige Male für spontane Wellen der Heiterkeit.

Obwohl im fernen Hintergrund etwas wie Melancholie durchschimmerte, waren ihre Lieder durchtränkt mit Humor, Wortwitz und vergnüglichen Reimen, die von der Freude an den Gaben des Lebens zeugten. So wie in "Wein und Liebe" von Franz Schubert, in dem die Vorzüge von Bacchus und Amor gegeneinander aufgewogen wurden, oder Kurt Lissmanns "Aus der Traube in die Tonne", wo der "Kreislauf des Weins" nachvollzogen wurde. Der Weg des edlen Rebensaftes endete dann mit der "Ernüchterung im Weinkeller" (Silcher/Enderle): Als dessen Besitzer, ein Schwabe, feststellen musste, dass seine Vorräte leer getrunken waren, ließ er aus den Kehlen des Männerquartetts seufzen: "I glaub', i ersäuf' mi im See, im Wein, do goht's jo nimme me!"

Einen weiteren Schwerpunkt der vier Karlsruher bildeten die Barbershop-Songs, ein Stil, der in der amerikanischen Pionierzeit entstand und von einfachen Leuten, Liebe und Musik handelt. Dazu kamen noch jazzige Elemente. Hier offenbarten sich weitere Qualitäten der A-cappella-Sänger, die anspruchsvolle Harmonien in einprägsame Rhythmen verpackten und Trompete und Rhythmusinstrumente hinreißend vokalisierten, was vom Publikum begeistert honoriert wurde. Die Brüder Johannes und Georg Peter, Andreas Haas und Daniel Chroust demonstrierten Musikalität und Gesangskunst gemixt mit humoristischem Entertainment in Reinkultur, die bar jeglicher Hilfsmittel auftraten.

Das Publikum genoss diese Matinee ganz im Sinne des französischen Vorbilds als künstlerische Vorstellung am Sonntagvormittag mit allen Sinnen; denn die Gesellschaft für Kunst und Kultur unter ihrer Vorsitzenden Ola Braitsch hatte neben diesen musikalischen Leckerbissen auch sensorische parat: Die feinen Häppchen am kalten Büffet sowie ein Glas Sekt ließen manchen Gast noch bei Gesprächen verweilen und rundeten die Veranstaltung harmonisch ab.


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Badische Neueste Nachrichten vom 18. Dezember 2001

"Barbershop Sixpack" auf der klag-Bühne

Stürmischer Applaus für sympathisches Quartett

Karlsruher Ensemble kokettiert mit seinem höchst amüsierten Publikum/Vielseitiges Programm

Am Samstagabend gastierte das Karlsruher Männerquartett "Barbershop Sixpack" mit seiner "Advents-Show" auf der Gaggenauer klag-Bühne. In elegantem schwarzem Frack und mit weißer Fliege präsentierten die A-cappella-Sänger mit ihren brillanten Stimmen ein mit Schalk und Humor reich gewürztes vielseitiges Programm, das auch zahlreiche unvergängliche Melodien der legendären Comedian Harmonists enthielt.

So zauberte schon der erste Titel "Wenn ich vergnügt bin, muss ich singen" ein Lächeln auf die Gesichter der zahlreichen Zuhörer und wirkte irgendwie ansteckend, ehe die vier Vokalinterpreten freimütig gestanden, "ganz verschossen" in die berühmten Sommersprossen zu sein. Neben virtuosem Sologesang zeichnete sich das Quartett durch perfekte Einsätze, ausgeklügelte Dynamik und absolute Homogenität aus.

Mit aparten, typisch osteuropäischen Rhythmen ließ "Sonja, die feurige russische Tänzerin", die Männer im Saal "Wodka, Wolga, Kaukasus..." vergessen, wobei Georg Peter (zweiter Bass) gekonnt die begleitende Balaleika imitierte. Als wahrer Kopfstimmenakrobat erwies sich Andreas Haas, dessen strahlender zweiter Tenor ebenso beeindruckte wie die geschmeidige Intonation von Johannes Peter (erster Tenor) und die gute Akzentuierung von Daniel Chroust (erster Bass).

Auch mit romantischen Kunstliedern von Friedrich Silcher dokumentierte das Gesangsensemble sein blindes Verständnis untereinander, glänzte mit stimmlichem Vermögen und erstaunlichem Klangvolumen. Das Quartett kokettierte neckisch mit dem amüsierten Publikum, betörte es mit schmachtenden Blicken und besang mit einer Weise des zeitgenössischen Komponisten Kurt Lissmann den etwas ungewöhnlichen Werdegang einer Traube.

Nach einem Sprung über den großen Teich wurde Barbershop Sixpack seinem Namen mit Songs aus der amerikanischen Pionierzeit gerecht, darunter "Georgia On My Mind". Mit dem amüsanten Stück "WPA" von den Mills Brothers beschrieben die A-cappella-Sänger augenzwinkernd die nicht ganz wörtlich zu verstehende Schaffung von Arbeitsplätzen. Ob Posaune, Trompete, Kontrabass oder Schlagzeug - das Karlsruher Männerquartett bedurfte der Begleitinstrumente nicht, wusste es sie doch im Verlauf des Abends immer wieder vortrefflich und täuschend ähnlich - sehr zur Erheiterung der klag-Besucher - zu imitieren.

Auch wenn die derzeit bitterkalte Jahreszeit den Spargel (noch nicht) sprießen lässt, so vermochte das in keinem Repertoire eines Vokalensembles fehlende "Veronika, der Lenz ist da" doch schon eine Art Frühlingsahnen zu wecken. Mit "Jingle bells" und "White Christmas" indes erinnerten sich die Sänger dann doch des bevorstehenden Weihnachtsfestes, wobei Johannes Peter das Publikum mit seinen humorvollen "wissenschaftlichen Betrachtungen" zum Thema Santa Claus belustigte, ehe sich die "Waden von Frollein Helen" nach wie vor besonders bei den männlichen Besuchern ganz offensichtlich ungebrochener Beliebtheit erfreuten.

Mit pfiffig und komödiantisch interpretierten Weisen der Comedian Harmonists ("In der Bar zum Krokodil ..., da tanzt man dreiviertelnackt meistens im Dreivierteltakt ...") beschloss "Barbershop Sixpack" die letzte klag-Vorstellung in diesem Jahr, wobei das sympathische Männerquartett erst nach mehreren Zugaben von den stürmisch applaudierenden Zuhörern entlassen wurde.

Elke Schapeler



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Badisches Tagblatt vom 20. Dezember 2001

"Barbershop Sixpack" mit bestechender Adventsshow im klag / Stimmqualität gewürzt mit Vielseitigkeit

Goldkehlchenklang, Charme und Humor

Gaggeanu (mhr) - "Wenn ich vergnügt bin, muss ich singen." Es scheint, als habe sich das Karlsruher Vokalensemble Barbershop Sixpack das Lebensgefühl der Goldenen Zwanziger ein Stück weit zu eigen gemacht. Dass Heiterkeit auch in der Vorweihnachtszeit keineswegs schadet, ist dennoch ein eher nebensächliches Argument für die Qualität der vier Männer im stilsicher gewählten Frack. Dass ihre "Advents-Show" in der dicht besetzten klag-Bühne ein runder Erfolg wurde, lag an handfesteren Gütebeweisen: Die Brüder Johannes und Georg Peter, Daniel Chroust und Andreas Haas begeistern vor allem mit dem Goldkehlchenklang ihrer Stimmen, spitzbübischem Charme und Humor.

Vielseitigkeit ist ein weiterer Trumpf, den Barbershop Sixpack locker-lässig aus dem (Gesangs-)Ärmel schüttelt. Denn ihr umfangreiches Repertoire beinhaltet ebenso Lieder der legendären Comedian Harmonists wie auch deutsche Schlager und Volkslieder oder amerikanische Barbershop-Songs. Werden im einen Titel noch anbetungswürdige Sommersprossen besungen, erfährt wenig später die Sehnsucht im Silcher-Kunstlied ihre gefühlvolle Entsprechung. Im Kreislauf des Weines "Aus der Traube in die Tonne" (von Kurt Lissmann) wiederum huldigten die Vier vergnügt bacchisch einem zeitgenössischen Komponisten.

Über zwei originäre Barbershops (die Tradition sollte man auch bei uns einführen) gelangte man über den großen Teich. Dort war offenbar auch nicht alles Gold, was glänzte, mündete doch der Song "WPA" von den Mills Brothers in schnaubende Geräusche aus dem Moloch Fabrik. Und dass "Veronika, der Lenz ist da" jahreszeitlich nicht ganz stimmte, verzieh man dem Quartett schnell angesichts der ironischen Interpretation. Letztere ließen die gesangesfrohen Vokalisten auch dem 50er-Jahre-Schlager "Die Fischerin vom Bodensee" angedeihen. Köstlich, wie der Instrumentalbass die Verzückung der Kollegen kommentierte!

Nach der Pause herrschte kurzzeitig Adventsstimmung vor, von den allerneuesten Forschungsergebnissen über den Weihnachtsmann untermauert. Da schneite es stimmlich samtweich zu Irving Berlins "White Christmas", rührte das innig intonierte hauchzarte "Angels we have heard on high" an.

Die Wirkung des ursprünglich von sechs auf vier Sänger geschrumpften Ensembles - daher der Name - beruht auf dem Gesamteindruck: So homogen beispielsweise der Satzgesang, so individuell-prägnant die Melodieführung der jeweiligen Lieder, bei der sich die Solostimmen abwechseln. Sparsam effiziente Gesten und aussagekräftige Mimik verleihen diesen einen zusätzlichen Reiz. Hier eine gekonnte Leidensmiene, dort empörtes Besengestöber, das gegen unerschütterlichen Saxophonfrohsinn oder einen strahlenden Tenor anrennt. Denn Barbershop Sixpack imitiert nebenbei auch bravourös Instrumente und bespiegelt den puren Wohlklang der Stimmen mit subtiler Ironie.

Bei ihrer Hommage an die Comedian Harmonists kam diese Fähigkeit besonders gut zum Tragen. Ob Blumentopf, Krokodils-Bar, sapnischer Liebestaumel oder Federviehgegacker - die Viererbande erwies sich als eine Einheit von ausgemachten Stimmenschelmen. Bei der ersten lautstark geforderten Zugabe stellte sie eine hinreißend swingende Kaktus-Combo auf die Beine. Bei der fünften beschworen sie das Publikum eindringlich: "Morgen muss ich fort von dir." Aber leider war Barbershop Sixpack schon vor Mitternacht weg!




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Badische Neueste Nachrichten vom 13. August 2001



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Badische Neueste Nachrichten vom 28. November 1998