Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand in den Rasierläden Nordamerikas der sogenannte Barbershop-Stil, ein vierstimmiger a-capella-Gesang, den man als eine vokale Frühform des Jazz bezeichnen könnte.
Während der männlichen Schönheitspflege hatten Barbier und Kundschaft viel Zeit, mit schönen Harmonien ihrer jeweiligen Liebsten zu gedenken – so ist nicht verwunderlich, daß es sich bei diesem Gesangsstil vorwiegend um Liebeslieder handelt.
Die Harmoniefolgen sind im übrigen so angelegt, daß sich bei einer sehr guten Intonation ein breites Obertonspektrum entfalten kann, welches eine beindruckende Klangfülle mit sich bringt, den sogenannten "expanded sound" (sich ausbreitenden Klang).
Auch die in Deutschland unvergessenen "Comedian Harmonists" hatten ihre Vorbilder in den "Revellers", einem in den 20'er Jahren populären amerikanischen Barbershopquartett gefunden und kombinierten deren Stil mit den Melodien deutscher Schlager und Volkslieder.
Zur Zeit erleben die Stücke der "Comedian Harmonists", die 1935 von den Nationalsozialisten verboten wurden, wieder ein Renaissance, so daß sie bis heute, 70 Jahre danach, nichts von ihrem ursprünglichen Charme verloren haben.
Zum weiteren Repertoire des Ensembles zählen deutsche Volkslieder des 19. Jahrhunderts mit Sätzen von Friedrich Silcher und anderen Komponisten. Außerdem bereichern etliche Weihnachtslieder, die teilweise selbst arrangiert wurden das Repertoire der Gruppe.